Kalender Reform

 
Eine Idee

präsentiert von Peter Kasser, Schweiz

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Ein Neuer Weltkalender

Wenn sich der Weltkalender auf die Länge eines tropischen Sonnenjahres beziehen soll, erscheint es sinnvoll, den Jahresbeginn und das Jahresende in Übereinstimmung mit einem exakt definierbaren Sonnenstand zu bringen.

Ein solcher exakt definierbarer Sonnenstand ist z.B. der Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche. Die Tagundnachtgleiche bezeichnet den Tag, an dem die Sonne während ihrer scheinbaren jährlichen Bewegung entlang der Ekliptik den Himmelsäquator überschreitet. Es ist der Tag, an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht.

Auf Erden gibt es pro Jahr zwei solche Tage: eine nördliche Tagundnachtgleiche Ende März (wenn die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Äquator von Norden in Richtung Süden überschreitet), und eine südliche Tagundnachtgleiche Ende September (wenn die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Äquator in umgekehrter Richtung, also von Süden in Richtung Norden, überschreitet).

Die nördliche Tagundnachtgleiche ist identisch mit dem astrologischen Frühlingsbeginn in der nördlichen Hemisphäre (Frühlings-Tagundnachtgleiche); die südliche Tagundnachtgleiche ist identisch mit dem astrologischen Herbstbeginn (Herbst-Tagundnachtgleiche).

Viele Kalender wurden im Laufe der Geschichte in Übereinstimmung mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche gebracht.

Mit dem Frühling beginnt traditionell auch der Reigen der vier Jahreszeiten. Für viele Naturvölker ist die Frühlings-Tagundnachtgleiche eines der zentralen Feste des Jahres. Aus dem (heidnischen) Frühlingsfest am ersten Vollmondtag nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche entwickelte sich später das (christliche) Osterfest.

Es erscheint sinnvoll, das Jahr in einem neuen Weltkalender an jenem Tag zu beginnen, da die Frühlings-Tagundnachtgleiche stattfindet.

Um die Jahrtausendwende (nach christlicher Zeitrechnung) fällt die Frühlings-Tagundnachtgleiche auf folgende Tage und Zeiten:

20 März 1980 11:05 UTC

20 März 1981 16:54 UTC

20 März 1982 22:43 UTC

21 März 1983 04:32 UTC

20 März 1984 10:21 UTC

20 März 1985 16:10 UTC

20 März 1986 21:59 UTC

21 März 1987 03:48 UTC

20 März 1988 09:37 UTC

20 März 1989 15:26 UTC

20 März 1990 21:15 UTC

21 März 1991 03:04 UTC

20 März 1992 08:53 UTC

20 März 1993 14:42 UTC

20 März 1994 20:31 UTC

              

            

21 März 1995 02:20 UTC

20 März 1996 08:09 UTC

20 März 1997 13:58 UTC

20 März 1998 19:47 UTC

21 März 1999 01:36 UTC

20 März 2000 07:25 UTC

20 März 2001 13:14 UTC

20 März 2002 19:03 UTC

21 März 2003 00:52 UTC

20 März 2004 06:41 UTC

20 März 2005 12:30 UTC

20 März 2006 18:19 UTC

21 März 2007 00:08 UTC

20 März 2008 05:57 UTC

20 März 2009 11:46 UTC

 

Die international für den Weltkalender gültige Festlegung der Frühlings-Tagundnachtgleiche nach UTC dürfte unbestritten sein, indem UTC (hervorgegangen aus der Greenwich Mean Time) bereits heute als Referenzzeit für alle Zeitangaben weltweit dient.

Ebenfalls sinnvoll ergibt sich ein Tagesbeginn um Mitternacht.

Der genaue Zeitpunkt der Frühlings-Tagundnachtgleiche regelt automatisch die Frage der sogenannten "Schalt-Tage", denn die Anzahl der Tage pro Jahr wird durch die exakt messbare Dauer von einer Frühlings-Tagundnachtgleiche zur nächsten definiert. Im obigen Beispiel etwa dauert das Jahr (beginnend am Tag der Frühlings-Tagundnachtgleiche, und endend am Tag vor der nächsten Frühlings-Tagundnachtgleiche) folgende Anzahl Tage:

20 März 1980

20 März 1981

20 März 1982

21 März 1983

20 März 1984

20 März 1985

20 März 1986

21 März 1987

20 März 1988

20 März 1989

20 März 1990

21 März 1991

20 März 1992

20 März 1993

20 März 1994

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21 März 1995

20 März 1996

20 März 1997

20 März 1998

21 März 1999

20 März 2000

20 März 2001

20 März 2002

21 März 2003

20 März 2004

20 März 2005

20 März 2006

21 März 2007

20 März 2008

20 März 2009

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So entscheidet die Sonne, und nicht der Mensch, welches Jahr wie viele Tage hat.

Ausgehend von der Maximalzahl von 366 Tagen, rechnet sich ein typisches Jahr zu zwei Jahreshälften zu je 183 Tagen. Bei den vier Jahreszeiten jedoch beginnt das Problem der Division einer ungeraden Zahl durch zwei - hier muss ein Resttag der einen oder der anderen Saison hinzugerechnet werden.

Es ergibt sich somit folgende Saisonaufteilung (Bezeichnung der Saisons auf der nördlichen Hemisphäre):

Frühling Sommer Herbst Winter
91 Tage 92 Tage 91 Tage 92 Tage

Wie man diese Saisonzeiten weiter aufteilt, in wie viele Monate zu wie vielen Tagen, ist offen. Auf der Basis der jetzt gängigen Kalender, die fast durchwegs 12 Monate verwenden, könnte der neue Weltkalender in etwa so dargestellt werden:

 

 

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    Frühling

     91

 

 

    Sommer

     92

 

 

    Herbst

    91

 

 

    Winter

     92

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

total    366

 

 

Das heisst, das Jahr wird aufgeteilt in 12 Monate zu alternierend 30 resp. 31 Tagen, wobei der allerletzte Tag des Jahres als "Schalttag" nur durchschnittlich alle vier Jahre auftritt.

Die weitere Aufteilung der Monate in noch kürzere Zeiteinheiten könnte (wie oben dargestellt) nach dem Dezimalsystem erfolgen, indem man drei Wochen-Einheiten zu je 10 Tagen Länge festlegt, mit einem extra Ferientag jeden zweiten Monat. Im Alten Ägypten und in China kannte man eine solche Zeitrechnung, mit Monaten zu drei Wochen, und die Woche zu 10 Tagen.

Alternativ könnte man sich pro Monat auch sechs Wochen-Einheiten zu je 5 Tagen Länge vorstellen, wovon die ersten vier als Arbeitstage (hier rot dargestellt), und der fünfte als Ruhetag (hier grün dargestellt) gelten würden. Statt durchschnittlich 4 Ruhetage pro Monat wie im Gregorianischen Kalender, ergäbe dies im Neuen Weltkalender jeweils 6 Ruhetage pro Monat - mit einem zusätzlichen siebten Ruhetag jeden zweiten Monat (hier blau dargestellt).

Offen bleibt die Namensgebung für die 12 Monate, für die dreimal 10 Wochentage (respektive sechs mal 5 Wochentage), und für die 6 extra Ferientage am Ende jeden zweiten Monats. Dafür könnte es einen wunderschönen internationalen Wettbewerb geben, welcher Namensgebungen aus der ganzen Welt vorschlägt unter Berücksichtigung einer fairen regionalen Vertretung aller Völker und Ethnien.

Und offen ist die Frage: Wann soll der Weltkalender beginnen? Wo liegt sein Nullpunkt?

 

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